Schabbat Shalom - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Schabbat Shalom - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

JLID - Gottes Worte erneuern die Seele

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Gottes Worte erneuern die Seele

Gott ist nicht ein Gegenstand neben Gegenständen und kann daher nicht durch Verzicht auf Gegenstände erreicht werden. Gott ist zwar nicht das All, aber er ist erst recht nicht das Sein minus das All. Er ist nicht durch Abzug zu finden und nicht durch Abstich zu lieben.

Martin Buber

Den Gottes- und Glaubensbegriff weit fassend denke ich, dass vermutlich die meisten Menschen an etwas glauben. Manche Menschen glaube an Gott, andere an die Liebe zu anderen Menschen, manche glauben an Zufall, Schicksal, Glück oder die Lottozahlen, manche an all das zusammen oder auch an etwas ganz anderes. Und hinter all dem liegt möglicherweise so etwas wie der Wunsch danach während unserer Zeit auf diesem Planeten, während unseres Lebens, eine möglichst gute Zeit zu haben. Unsere Zeit, die wir haben, bestmöglich zu gestalten, solang wir hier sind. Dabei verfallen wir Menschen nur allzu oft der Idee, der Weg zu uns selbst, uns zu mögen, und ein bestmögliches Leben zu leben, ginge über Verzicht. Wir erlegen uns krasse Reglementierungen auf: kein Zucker, kein Fett, nichts zu Ungesundes, keine Zeit für Albernheiten verschwenden. Wir versuchen uns zu optimieren, um „gut“ oder „richtig“ zu leben - das zu verwirklichen, woran wir glauben. Daran musste ich denken, als ich den Text von Martin Buber las. Bestimmt ist der Weg nicht immer einfach zu finden; zu uns selbst und dahin, die Zeit, die wir auf diesem Planeten herumspazieren, bestmöglich in einem lustvollen Sinne zu gestalten. Und vielleicht ist er nicht mal einfach zu gehen, wenn wir ihn dann gefunden haben. Doch Abzug und Verzicht sind gewiss keine Merkmale eines genussvollen Weges. Eine Wandertour, bei der ich absichtlich Wanderstöcke und Verpflegung zu Hause lasse, klingt mir sehr ungemütlich. Vielleicht geht es darum das Wandern und den Weg so zu nehmen, wie er kommt und neugierig zu bleiben.

Chawwah Grünberg

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Über diesen Podcast

Die erste urkundliche Erwähnung jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands stammt aus dem Jahr 321 n.Chr. – deswegen wird in diesem Jahr das Jubiläum begangen.

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüdinnen und Juden dazu in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, teilen mit uns ihre Gedanken zum Schabbat und zum jüdischen Leben in Deutschland.

Auf der ganzen Welt ist für Jüdinnen und Juden der Schabbat der Ruhetag. Er beginnt am Freitag mit Sonnenuntergang und endet am Samstagabend. An diesem Tag kommen Familie und Freundinnen und Freunde zusammen, der Tag ist ganz der Ruhe gewidmet.

„Schabbat Shalom“ – „Einen friedlichen Schabbat“ – ist der traditionelle Gruß für Jüdinnen und Juden.

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