Schabbat Shalom - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Schabbat Shalom - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

JLID - Ihr Weisen, gebt Acht

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Ihr Weisen, gebt Acht!

Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist. Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch. Martin Buber

Wenn ich in letzter Zeit beobachte und auch selbst erlebe, wie die meisten Debatten geführt werden, dann wird mir ganz schön mulmig zumute. Dann packt mich oft eine Traurigkeit und nicht zuletzt eine Frustration. Da prallen dann Wahrheiten aufeinander, werden richtiggehend aufeinander abgeschossen. Wir hören nicht zu, wir reden nur, manchmal wird sogar geschrien. Dann schreien sich die Menschen gegenseitig ihre einzig richtige Wahrheit ins Gesicht. Und dann denke ich an Heinz von Foerster und sein Buch „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“. Denn, wenn ich die eine Wahrheit sage und Du dennoch etwas anderes behauptest, so steckt in meiner Idee die eine, echte Wahrheit zu sprechen auch die Unterstellung Du würdest lügen. Kein Wunder, dass sich Gespräche dieser Art so oft anfühlen wie Gefechte und Diskussionen wie erbitterter Wort-Krieg. Da mag ich das Bild, das Bubers Worte in mir auslösen, sehr. Etwas zu zeigen von dem eigenen Erleben, denjenigen die Lust haben zuzuhören und selbst Lust zu haben darüber ins Gespräch zu kommen. Ein Gespräch führen, das ist für mich etwas Gemeinsames, das heißt für mich auch zuhören und überraschen lassen. Anstelle von Redepulten in Fernsehshows und Wahrheits-Uzis vor Fenstern zu stehen, zum Gespräch einzuladen, die Fensterläden aufzustoßen und zu sagen: Schau mal, wenn Du Lust hast, das sehen meine Augen, das hören meine Ohren, was siehst und hörst denn Du?

Schabbat Schalom Ihre Chawwah Grünberg

Dieser Podcast wird freundlich unterstützt von:

ELES - Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V. Eine Initiative der Leo Baeck Foundation www.eles-studienwerk.de

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Der Antisemitismus-Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland

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Über diesen Podcast

Die erste urkundliche Erwähnung jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands stammt aus dem Jahr 321 n.Chr. – deswegen wird in diesem Jahr das Jubiläum begangen.

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüdinnen und Juden dazu in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, teilen mit uns ihre Gedanken zum Schabbat und zum jüdischen Leben in Deutschland.

Auf der ganzen Welt ist für Jüdinnen und Juden der Schabbat der Ruhetag. Er beginnt am Freitag mit Sonnenuntergang und endet am Samstagabend. An diesem Tag kommen Familie und Freundinnen und Freunde zusammen, der Tag ist ganz der Ruhe gewidmet.

„Schabbat Shalom“ – „Einen friedlichen Schabbat“ – ist der traditionelle Gruß für Jüdinnen und Juden.

Die Sendereihe wird freundlich unterstützt durch:

- ELES - Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V.
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